Schriftsteller
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Band 1202 "Die Chimäre aus der Urzeit" (Teil 2 von 2)

 

So grauenerregend der Anblick des mongolischen Todeswurms, der seine Klauen in das Gesicht der Leiche gegraben hatte und etwas in deren Schlund zu pumpen schien, auch sein mochte, er war nichts gegen den Fund, den sie zwischen den Wüstenbäumen gemacht hatten.
Es waren Fährten!
Trittsiegel eines gigantischen Raubtieres, das seit 70 Millionen Jahren als ausgestorben galt.
Da hatte Nicole gewusst, dass sie buchstäblich auf der richtigen Spur waren ...

 

23.06.2020

 

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Band 1201 "Wüstentod" (Teil 1 von 2)

 

Der Wind fegte kühl von den Berghängen, die im Licht der aufgehenden Sonne in einem satten Orangerot leuchteten. Noch ballte sich in den langgezogenen, tiefblauen Schatten die Kälte der Nacht, doch es würde nicht mehr lange dauern, bis sich die Luft aufheizte wie in einem Backofen.
Andrew Clark und seine Kollegen arbeiteten rund um die Uhr. Nicht allein der Hitze wegen, sondern auch weil für die kommenden Tage Sandstürme angekündigt waren, die das bisher Erreichte mit einem Schlag zunichtemachen konnten.
Und alles nur, weil die Einheimischen, die ihnen helfen sollten, davongelaufen waren wie die Hasen. Angeblich lauerte in der Wüste der Tod, machte weder vor Mensch noch Tier halt.
Abergläubisches Pack!

 

09.06.2020

 

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Band 1189 "Die Nacht des dunklen Rächers"

 

Die Gestalt fiel buchstäblich vom Himmel.
Ein dunkler Schatten, der lautlos hinter dem Anführer in die Tiefe stürzte und reglos auf dem Asphalt der Gasse hocken blieb.
Rowl hatte sich längst umgedreht und ein Messer gezogen. Ein Butterfly, das er geschickt um die Finger wirbelte, bis die glänzende Klinge aus seiner Faust ragte. Statt den Neuankömmling anzugreifen, blieb Rowl wie angewurzelt stehen. Er starrte das schwarze Ding stumm an, das vor ihm auf dem Boden kauerte und keine feste Form zu besitzen schien.
Bis der Klumpen zu pulsieren begann und langsam in die Höhe wuchs ...

 

21.12.2019

 

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Band 1180 "Der Kopf der Kreatur"

 

Frankreich, Lyon, 17. Oktober 1793
„Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!“
Unter dem Geschrei der tobenden Menge wurde der Marquis Jean St. Clair aufs Schafott geführt.
Der in Lumpen gehüllte Körper des Hexers wies Spuren schwerer Folter und Misshandlungen auf. Nässende, schlecht verheilte Brandwunden übersäten den Rumpf, mehrere Fingerglieder fehlten.
Nur sein Kopf und das dazugehörige Gesicht mit den ebenmäßigen Zügen schienen völlig unberührt zu sein.
Dabei waren sie das häufigste Ziel der Fäuste, Gerten, Brandeisen und Zangen gewesen.
Dass das Antlitz des Schönen Jean dennoch aussah, wie das eines frisch gepuderten Engels, konnte nur eine Erklärung haben.
Er war mit dem Teufel im Bunde.

 

20.08.2019

 

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Band 1178 "Grabgesang"

 

Eine wärmende Morgensonne lag über dem Gräberfeld.
Dennoch fröstelte die Frau und zog die gehäkelte Stola enger um die Schultern.
Plötzlich blieb sie wie angewurzelt stehen, obschon sie das Grab ihres seligen Gatten noch nicht erreicht hatte.
Eine Melodie erklang, leise und klimpernd, als käme sie tief aus der Erde.
„Herr im Himmel, erhöre mein Flehen, und beschütze mich vor allem Übel!“
Die alte Frau bekreuzigte sich und ergriff von Grauen gepackt die Flucht.
Kindlicher Gesang begleitete ihren Weg.
„Hoppe hoppe Reiter ...“

 

23.07.2019

 

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© Florian Hilleberg