Schriftsteller
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JOHN SINCLAIR Band 1914 "Arena der Werwölfe"

 

Das harte Hämmern gegen die Tür weckte Brian Merryweather aus einem unruhigen Schlaf. Fluchend schwang sich der kräftige Mittdreißiger aus dem Bett und griff nach seinem Morgenmantel. Ein Blick auf den Wecker schürte den aufkeimenden Ärger: Zwei Uhr dreiundzwanzig.
„Was ist denn los?“, fragte seine Frau Helen schläfrig.
„Keine Ahnung. Aber wer auch immer das ist, dem mache ich Beine“, antwortete Brian und stapfte zornig aus dem Schlafzimmer.
Wieder schlug es hart gegen die Haustür. Wütend riss Brian sie auf. Er sah noch den breitschultrigen Mann mit dem wallenden weißen Haar, ehe eine riesige Faust in sein Gesicht krachte …

 

17.03.2015

 

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JOHN SINCLAIR Band 1928 "Werwolf-Vendetta"

"Bitte stehen Sie mir bei, denn ich alleine bin zu schwach, um die Mächte der Finsternis in ihre Schranken zu weisen. In der Maske gewöhnlicher Menschen wandeln die Dämonen unerkannt unter uns und planen Schreckliches. Kommen Sie schnell!"
Mit zitternder Hand unterzeichnete der schmächtige Mann mit dem schütteren grauen Haar den Brief und steckte ihn in den Umschlag. Bevor er sich von seinem Schreibtisch erhob, überprüfte er noch einmal die Adresse.
Der Empfänger lebte nicht hier in Frankreich, sondern in England. Genauer gesagt in London. Sein Name war John Sinclair …

 

23.06.2015

 

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JOHN SINCLAIR Band 1932 "Lykaons Erwachen"

 

Irgendwo in Sibirien

Die Wölfin zitterte. Sie hatte Angst. Zu oft hatte sie in den vergangenen Jahren versagt, hatte sogar Hilfe von Feinden angenommen. Und während andere Dämonen immer mächtiger wurden, fristeten die Werwölfe ein Schattendasein.
Doch das sollte sich ändern. Fenris, der Götterwolf, würde dafür sorgen. Lange hatte er sich zurückgehalten und die Führung der Werwölfe seinem Alpha-Weibchen überlassen. Jetzt würde alles anders werden …

 

21.07.2015

 

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JOHN SINCLAIR Band 1945 "Im Bann des Nachzehrers"

 

Johnny Conolly hatte Mühe, die Augen offen zu halten. Doch als Laura sich an ihn schmiegte und anfing zu schluchzen, war er schlagartig wieder hellwach. Langsam richtete er sich auf und sah seine Freundin besorgt an.
„Was ist los, Laura? Alles in Ordnung?“
Die hübsche Frau mit den rot gefärbten Haaren schüttelte den Kopf, während unablässig Tränen aus ihren Augen rannen. Sie schluckte mehrmals, ehe sie antwortete: „Nein, Johnny, nichts ist in Ordnung, denn ich werde sterben.“

 

20.10.2015

 

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JOHN SINCLAIR Band 1951 "Lautlos gleitet der Tod"

 

Betty zitterte vor Angst. Eben noch hatte sie mit ihrer Online-Bekanntschaft ein vorzügliches Mahl im neuen Restaurant 'Apophis' genossen, und nun lag sie allein in einem stockdunklen Keller. Ihre dünne Kleidung triefte vor Schweiß, und ein süßlicher und zugleich beißender Geruch erfüllte die stickige Luft.
Ein Schaben erregte Bettys Aufmerksamkeit. Mit weit aufgerissenen Augen versuchte sie, die allumfassende Finsternis zu durchdringen. Vergebens.
Wieder dieses Schaben und Rascheln. Etwas Großes bewegte sich vor der Frau, und dann ging alles blitzschnell …

 

01.12.2015

 

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JOHN SINCLAIR Band 1952 "Tödlich singt die Höllenbrut"

 

An diesem Abend würde der Tod reichlich Ernte halten.
Und genau deshalb war der ganz in Schwarz gekleidete Mann unterwegs. Er stoppte den ebenfalls schwarzen Mercedes Sprinter unweit seines Ziels, das zum Schauplatz eines blutigen Dramas werden würde.
Als der Mann im Schutz der hereinbrechenden Dunkelheit auf das pompöse Anwesen zueilte, war das unheilvolle Geschehen bereits in vollem Gange. Hinter den hohen Mauern des zweistöckigen Hauses fielen Schüsse.
Da wusste der Mann, dass er keine Sekunde zu früh gekommen war …

 

08.12.2015

 

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JOHN SINCLAIR Band 1958 "Schreckensmahl im Zombieschloss"

 

Torture Diner!

So hieß ein neues Event-Restaurant in Claughton, das ein gewisser Corwin Baxter vor Kurzem eröffnet hatte. Sogenannte Erlebnisdinner gab es inzwischen zuhauf, doch im Torture Diner sollte den Gästen etwas völlig Neues geboten werden. Baxter warb mit kulinarischen Köstlichkeiten aus der Küche der Kannibalen, die in Gesellschaft berühmter Filmkiller serviert wurden.

Als jedoch einige Gäste verschwanden und sich merkwürdige Dinge in Claughton ereigneten, wurde das Torture Diner ein Fall für mich, den Geisterjäger ...

 

19.01.2016

 

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JOHN SINCLAIR Band 1962 "Blutfehde der Bestien" (Teil 1 von 2)

 

Witternd hob der riesige Wolf den Kopf. Hoch aufgerichtet stand er im Schnee und betrachtete den weitläufigen Gebäudekomplex. Die restlichen Werwölfe duckten sich in einem ausgedehnten Halbkreis um das Alphatier herum.

Der Rudelführer konnte nur wenige Bewegungen an den Gebäuden ausmachen. Vereinzelt liefen Menschen draußen auf erhöhten Stegen entlang, das Bellen von Hunden drang an seine Ohren. Die Nacht war ideal für den Angriff, obwohl der Mond noch nicht seine volle Kraft entfaltete.

Da stieß der Anführer ein leises Heulen aus. Gerade einmal so laut, dass es die restlichen zwanzig Werwölfe hören konnten. Das Signal zum Angriff!

 

16.02.2016

 

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JOHN SINCLAIR Band 1963 "Der Stamm der Berserker" (Teil 2 von 2)

 

Der Ausgestoßene war hungrig. Seit Tagen hatte er nichts mehr zu fressen bekommen, und das Verlangen nach Nahrung brannte trotz der Kälte wie Feuer in seinen Eingeweiden.

Einst war er ein König gewesen. Der uneingeschränkte Herrscher über sein Rudel. Jetzt war er ein Gefallener. Abgelöst von einem jüngeren, kräftigeren Leitwolf.

Seitdem war jeder Tag ein neuer Kampf ums Überleben. Und gerade jetzt, in der Zeit der Kälte, die von blendender, erstickender Helligkeit begleitet wurde, fand er kaum noch etwas Nahrhaftes.

Doch heute hatte er Glück. Zwischen einigen Nadelbäumen kauerte ein regloses Bündel Fleisch. Ein Opfer von Frost und Kälte, trotz des sperrigen Fells, das seinen Leib umgab.

Der Ausgestoßene fletschte die Zähne und knurrte in freudiger Erwartung ...

 

23.02.2016

 

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JOHN SINCLAIR Band 1975 "Tödliche Krallen"

 

„Verflixt und zugenäht! Ich bin garantiert nicht der Richtige für den Fall“, polterte Chiefinspektor Tanner, nachdem er uns von drei Menschen berichtet hatte, die auf ungewöhnliche Weise ums Leben gekommen waren. „Ich bin schließlich Chiefinspektor der Mordkommission und kein Tierfänger.“
Suko und ich wechselten einen überraschten Blick.
„Was soll das heißen?“, wollte Suko wissen.

Tanner blickte meinen Freund für drei Sekunden wortlos an, dann platzte er mit seiner Antwort heraus: „Katzen! Drei Tote innerhalb von vier Wochen, und alle drei wurden von Katzen getötet.“

 

17.05.2016

 

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JOHN SINCLAIR Band 1977 "Herz aus Eis" (Teil 1 von 3)

 

„Abhann!“
Der Fischer erstarrte zur Salzsäule, als er seinen Namen hörte.
„Abhann, lass mich hier nicht so liegen.“
Liban rief nach ihm und ließ ihm keine Ruhe. Doch sie konnte doch unmöglich noch leben! Das musste ein böser Zauber sein.
„Abhann, du hast mir grausames Unrecht getan.“
Heiße Tränen liefen seine Wangen hinab, als er im Geiste die Stimme seiner Liebsten hörte. Nicht bösartig oder gehässig, wie sie kurz vor ihrem Ableben zu ihm gesprochen hatte, sondern weich und zärtlich.
„Nein, das wollte ich nicht. Vergib mir.“
„Dann bring mein Herz in die Mitte der Insel. Es soll dort weiterschlagen bis zu jenem Tag, an dem es seine Bestimmung erfüllen wird.“
 
31.05.2016
 
JOHN SINCLAIR Band 1978 "Schrei der Verdammnis" (Teil 2 von 3)
 
Zombies!
Ausgerechnet die lebenden Toten waren es, die aus der Dunkelheit auf mich zugewankt kamen. Eine breite Linie aus toten Leibern in den unterschiedlichsten Zuständen der Verwesung. Schreckliche Erinnerungen an meinen ersten Fall drängten in mir hoch.
Gleichzeitig konnte ich nur den Kopf schütteln, denn Zombies hatten mir zu allem Unglück noch gefehlt. Als ob dieser mörderische Fall nicht schon vertrackt genug gewesen wäre.

Letztendlich basierte alles auf einer Fehde zwischen zwei mächtigen dämonischen Wesen, wie es sie kein zweites Mal in der Hölle gab: Asmodis, der Teufel, und Lilith, die Urmutter der Hexen und die erste Hure des Himmels ...

 

07.06.2016

 

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JOHN SINCLAIR Band 1979 "Die dämonische Plage" (Teil 3 von 3)

 

Apulien, 13. Jahrhundert nach Christus

Das Ende der Welt wurde von Blitz und Donner begleitet.
Die Sonne war hinter einem nachtschwarzen Gebirge aus Wolken verschwunden. Es regnete in Strömen, und die Wege vom Berg hinunter ins Tal waren rutschig und schlammig.
Der einsame Beobachter, der vor dem Tor des Klosters stand, starrte mit weit aufgerissenen Augen auf seine offenen Handflächen, die ebenso von dem Regen getroffen wurden wie der gesamte Rest der Gestalt.
Nein, das war kein Wasser, das da aus den Wolken fiel. Wasser war nicht so dick und schmierig, und es war auch nicht rot.
Es regnete Blut!

 

14.06.2016

 

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JOHN SINCLAIR Band 1984 "Der Schrecken aus der Tiefe"

 

Es lauerte tief unten, auf dem Grund des Sees.
Das Lachen der Menschen, die sich am Ufer amüsierten, drang zusammen mit dem lauten Planschen an seine Ohren. Die Sonne sah es nur als verschwommenen, gleißenden Fleck hoch oben an der tanzenden Wasseroberfläche.
Seine Opfer waren ganz in seiner Nähe, und doch konnte es nichts gegen sie unternehmen. Es war, als wollten sie es verhöhnen. Doch das Lachen würde ihnen schon bald vergehen, das spürte es.
Es würde freikommen, und dann würde es endlich wieder diesen köstlichen Geschmack auf seiner schwarzen, ledrigen Zunge genießen.
Den Geschmack nach Menschenfleisch …

 

19.07.2016

 

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JOHN SINCLAIR Band 1992 "Armee der Werwölfe"

 

Zusammen mit Michael Breuer

 

Das Summen meines Handys riss mich aus dem Schlaf. Mühsam stemmte ich mich hoch und sah das fahle, blaue Licht des Displays, das einen geisterhaften Schein im Schlafzimmer erzeugte.
Ein unbekannter Absender hatte mir eine Nachricht geschickt. Es handelte sich um ein Foto, versehen mit einer Frage: Kennen Sie diesen Mann?

Bei dem Anblick des Konterfeis wich schlagartig sämtliche Müdigkeit aus meinen Knochen! Mein Herzschlag beschleunigte sich, und mir wurde heiß und kalt zugleich. Plötzlich wusste ich, dass diese Nacht für mich vorbei war, denn Schlaf würde ich mit Sicherheit keinen mehr finden ...

 

13.09.2016

 

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JOHN SINCLAIR Band 1994 "Ich, der Exorzist"

 

Ich, John Sinclair, der Geisterjäger, der Sohn des Lichts, sollte als Exorzist aktiv werden!
Ich hatte mich immer dagegen gewehrt, als solcher betrachtet zu werden, aber wenn ich ehrlich war, sah ich dieses Mal keine andere Möglichkeit.

Ich war von der Weißen Macht nach Rom gerufen worden, man brauchte dringend meine Unterstützung. Und wenn mein alter Freund Father Ignatius mich um Hilfe bat, dann war die Lage verdammt ernst.

Das sollte sich bald bestätigen. Denn dieser Fall hielt einige schreckliche Überraschungen für mich bereit ...

 

27.09.2016

 

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JOHN SINCLAIR Band 2001 "Gespensterreigen" (Teil 2 von 3)

 

Ein leiser Schrei drang über seine Lippen.
Im nächsten Moment fuhr Sir Mortimer im Bett hoch. Schwer atmend wischte er sich den kalten Schweiß aus dem Gesicht. Der dunkelblaue Seidenpyjama klebte klatschnass an seinem Körper. Das Herz klopfte ihm bis zum Hals.
Was für ein Albtraum!
Er zitterte ja immer noch am ganzen Leib. Und doch konnte er sich an kein einziges Detail erinnern. Das Einzige, was geblieben war, war die Angst ...

 

15.11.2016

 

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JOHN SINCLAIR Band 2004 "Die Pest-Gerippe"

 

London brannte!
Die halbe Stadt schien in Flammen zu stehen, deren Widerschein sich gespenstisch an den tief hängenden Wolken abzeichnete und wie eine Gestalt gewordene Szene aus Dantes Inferno wirkte. Die Stadt war in Aufruhr, und die zahllosen Stimmen, die sich zu panischem Geschrei aufbäumten, wurden überlagert vom Prasseln, Knacken und Bersten der verbrennenden Häuser. In den Gassen rannten die Menschen wie verängstigte Tiere hin und her.
Der Mann, der dieses Inferno zu verantworten hatte, stand mit tränengefüllten Augen auf dem Turm der Kirche St. Magnus und beobachtete ohnmächtig, wie die Menschen in schierer Verzweiflung ihre Güter in die Themse warfen oder gleich selbst in die kalten Fluten sprangen.
Auf dem Wasser spiegelte sich das Feuermeer, das die Bewohner von London mit gierigen Flammenzungen zu verzehren und mit sich in die Hölle zu reißen drohte.
Ja, es war eine Hölle. Eine Hölle, die der Mann auf dem Kirchturm entfacht hatte.
Und dieser Mann war ich – John Sinclair ...

 

06.12.2016

 

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JOHN SINCLAIR Band 2014 "Jagd auf Bill Conolly" (Teil 1 von 3)

 

Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen. (Die Offenbarungen des Johannes, 12, 9)

 

Etwas war geschehen!
Myxin, der Magier, hatte Kara, den Eisernen Engel und Sedonia zu sich gerufen.
Kara nickte den beiden Vogelmenschen nur kurz zur Begrüßung zu, ehe sie ihre Aufmerksamkeit auf Myxin richtete, der im Schneidersitz vor ihnen saß.
Als der Schatten der Schönen aus dem Totenreich über die Gestalt des hageren, kleinen Magiers fiel, öffnete dieser langsam die Augen und blickte Kara von unten her ins Gesicht.
„Der Angriff steht kurz bevor!“

 

14.02.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2015 "Sturm auf den Schwarzen Dom" (Teil 2 von 3)

 

Und die Zahl des reitenden Heeres war vieltausendmal tausend; ich hörte ihre Zahl.

Und so sah ich in dieser Erscheinung die Rosse und die darauf saßen: Sie hatten feuerrote und blaue und schwefelgelbe Panzer, und die Häupter der Rosse waren wie die Häupter der Löwen, und aus ihren Mäulern kam Feuer und Rauch und Schwefel.

(Die Offenbarungen des Johannes, 6, 16+17)

 

Die Atlanter waren geschockt. Sie waren auf den geballten Angriff der Dunklen Eminenzen gefasst gewesen. Doch dass es so schrecklich werden würde, damit hätten sie nie und nimmer gerechnet.
Myxin fokussierte seine mentalen Energien und war bereit, all seine magischen Fähigkeiten auf einen Schlag zu entfesseln. Alles andere in seiner Umgebung blendete er aus. Er dachte nicht mehr an Kara, die sich mit dem Goldenen Schwert gegen Phorkys’ Gorillabestien verteidigte, dachte nicht an den Eisernen Engel, der gegen Lykaon zu unterliegen drohte – und auch nicht an die sterbende Sedonia, deren Mörder zusammengesunken im Zentrum der Schlacht kniete: Bill Conolly!

 

21.02.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2016 "Wo die Hoffnung stirbt ..." (Teil 3 von 3)

 

Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle.

(Matthäus, 10, 28)

 

Der Dämon wand sich im Todeskampf!
Heulend und kreischend warf er sich von einer Seite zur anderen. Er war ein Gefallener, ein gestürzter Engel, dessen Gier und Machthunger selbst Luzifer zu gefährlich geworden waren. Verzweifelt und voller Hass suchte er nach einem Ausweg aus diesem Labyrinth, das in ständiger Bewegung zu sein schien. Es war der Gestalt gewordene Wahnsinn, der längst auch von ihm Besitz ergriffen hatte ...

 

28.02.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2019 "Inugami - die Bestie"

 

Es war so weit. Der Inugami stand kurz vor seiner Geburt.
Bodennebel kroch heran und umfing die Kreatur mit seinen geisterhaften Armen. Aus der nebligen Finsternis huschte ein langer, silbrig funkelnder Schemen heran.
Der Nebel wallte auf und schien ein Eigenleben zu entwickeln.
Der Inugami erhob sich.
Die Zeit der Rache war gekommen ...

 

19.03.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2021 "In den Fängen eines Satans"

 

Die drei Vermummten näherten sich dem Haus im Schutz der Dunkelheit. Ihr schwarzer Van parkte unweit des Zielgebäudes am Rand des nahegelegenen Waldes. Sie mussten sich beeilen, denn niemand sollte erfahren, wer hinter der Entführung steckte.
Die Männer waren mit Tasern und Pistolen bewaffnet – falls sich wider Erwarten noch jemand im Haus befinden sollte. Davon gingen die drei Vermummten aber nicht aus. Die einzige Frau, die mit der Zielperson in dem großen Gebäude wohnte, war vor zwei Stunden weggefahren. Und jetzt, nach Einbruch der Dunkelheit, konnten sie endlich zuschlagen.
Rein und raus in dreißig Sekunden. Einen derart leichten Job hatten sie schon lange nicht mehr gehabt. Es konnte doch gar nichts schiefgehen.
Dachten sie ...

 

04.04.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2025 "Wenn das Böse Rache nimmt"

 

Drei Namen.
Dreimal absolutes Chaos.
Drei Teufel, die gemeinsam eine Einheit bildeten.
In der Hölle waren sie die uneingeschränkten Herren, standen an der Spitze der Macht und geboten über Legionen von Geistern und Dämonen. Sie ergötzten sich am Leid der gemarterten Seelen und erdachten sich immer wieder neue Methoden, um sie zu foltern und zu quälen. Auch der letzte Rest an Hoffnung und Zuversicht musste aus den Seelen weichen. Nur so konnte die Macht der Hölle gemehrt und vervielfältigt werden. Und dafür würden sie sorgen, denn sie waren die personifizierte Hoffnungslosigkeit. Die unheilige Dreifaltigkeit der Hölle.
Asmodis, Beelzebub und Baphomet.
Das absolut Böse.
Luzifer!
Und er sann auf Rache ...

 

02.05.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2026 "Der Höllenclown"

 

Horror-Clowns!
Im vergangenen Jahr hatten sie vor allem in den USA für Aufsehen gesorgt. Da verkleideten sich Menschen als Clowns und erschreckten unschuldige Passanten. Manche verfolgten ihre Opfer auch und verletzten sie sogar!

Sehr bald war diese morbide Art des Zeitvertreibs auch nach Europa herübergeschwappt. Und nachdem man länger nichts mehr von ihnen gehört hatte, schien es bei uns wieder so weit zu sein. Mehrere Horror-Clowns wurden in Claughton gesichtet.
Doch dort waren die Clowns anders ...

 

09.05.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2028 "Der Atem der Sirene" (Teil 1 von 2)

 

Das Ungeheuer stemmte sich vor mir auf die säulenförmigen Hinterbeine und ließ ein donnerndes Gebrüll ertönen, das die Welt in ihren Grundfesten zu erschüttern schien.

Hinter dem Monster zuckten Blitze über den nachtschwarzen Himmel, und immer heftiger werdende Windstöße zerrten an den umstehenden Bäumen und Büschen. Meine nassen Haare flatterten mit den Schößen meiner Jacke um die Wette, und ich hatte Mühe mich überhaupt auf den Beinen zu halten ...

 

23.05.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2029 "Die Mutter der Monster" (Teil 2 von 2)

 

Es war die Hölle!
Unaufhaltsam zertrampelte die Herde riesiger Bisons das Dorf. Die Bewohner mussten vor dieser Urgewalt kapitulieren. Die massigen Tiere rissen die primitiven Bauten nieder, als bestünden sie aus Pappe. Wer nicht schnell genug war, wurde einfach zerstampft.
Die Bewohner versuchten zu fliehen, doch nicht alle schafften es ...

 

30.05.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2032 "Angriff aus der Tiefe"

 

Der Hai öffnete in stummem Todeskampf das Maul.
Verzweifelt bemüht, Wasser durch die Kiemen zu pressen, um den lebensnotwendigen Sauerstoff herauszufiltern. Nur reichten seine Bemühungen nicht aus. Er benötigte Auftrieb, den ihm nur die Brustflossen verschaffen konnten. Die aber waren ihm brutal vom Leib geschnitten worden. Wie ein Stein war er daraufhin auf den Grund des Meeres gesunken, der hier, nahe der Insel Kadavu im Pazifischen Ozean, keine drei Meter unter der Oberfläche lag.

Das Wasser war so klar und rein, dass Nazil, Häuptling eines Dorfes der iTaukei, das verendende Tier deutlich erkannte. Die Strömung hatte den Hai hierhergetrieben, zum Tode verurteilt worden war er weit draußen auf dem Meer. Für Nazil glich es einem Wunder, dass der Hai es bis zu diesem Ort geschafft hatte. Er schüttelte den Kopf, wobei Tränen über seine Wangen liefen. Nein, das war kein Wunder, vielmehr eine Botschaft. Von Dakuwanga.
Er war bereit, zurückzukehren, um die Frevler zu bestrafen.
Er musste nur beschworen und entfesselt werden.


Und Nazil war entschlossen, dem Wunsch des Hai-Gottes nachzukommen.
Noch heute Nacht ...

 

20.06.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2037 "Die Bestie von Budapest"

 

Ängstlich hielt Sofia inne. Wie ein Schatten schob sich der schwarze Transporter in den Schein der einsamen Straßenlaterne und blieb stehen. Er war fast lautlos auf sie zugerollt, mit ausgeschalteten Scheinwerfern.
Als Sofia überlegte, ob sie einfach weitergehen sollte, öffnete sich die Seitentür des Transporters. Die Kehle der jungen Frau verengte sich, und die Angst lastete ihr mit einem Mal wie ein schwerer Klumpen Blei im Bauch. Sie kniff die Augen zusammen und versuchte, in der Dunkelheit, die wie eine schwarze Masse den Innenraum des Lieferwagens ausfüllte, etwas zu erkennen. Vergebens.

Sofia biss auf die Unterlippe. „B…bitte, wer sind Sie?“, stammelte sie.
Keine Antwort, dafür drang ein tiefes, gutturales und rhythmisch ausgestoßenes Stöhnen an ihre Ohren ...

 

25.07.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2038 "Lykaons Braut"

 

Einst war er ein König gewesen. Bis ihn ein Mächtigerer stürzte und den Platz einnahm, der ihm zustand. Gebunden mit magischen Fesseln, harrte er der Stunde seiner Befreiung. Der gefallene Engel, Luzifer, sorgte dafür, indem er ihm menschliche Gestalt verlieh.
Doch sie wurde ihm genommen, als er dem Gott, dem er Gehorsam heuchelte, frevelte. Und wieder ward er besiegt, gebannt, gedemütigt. Jahrtausende vergingen, ehe er erneut nach der Herrschaft strebte, nach der absoluten Kontrolle. Abermals fand er Verbündete. Einer von ihnen versprach ihm unendliche Macht.
Stattdessen kamen Tod und Zerstörung über ihn und seine Mitstreiter. Sie waren verraten worden und anstelle von Macht ernteten sie Vernichtung. Aber so leicht ließ sich ein Gott nicht töten, denn ein solcher war er und würde er immer sein.
König von Arkadien. Beherrscher der Bestien. Gott der Wölfe.
Lykaon.

 

01.08.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2039 "Aufstand der Werwölfe"

 

Heute war sie fällig!
Eddie Talbot hatte Mühe, sich unter Kontrolle zu halten. Noch musste er sich gedulden, aber nicht mehr lange.
Leon Kessler tauchte neben ihm auf und sah seinen Kumpan fragend an. Ein kurzes Nicken, das Signal für den Übergriff. Der Spaß konnte beginnen. Und dieses Mal würde niemand ihn daran hindern.
Keine Aleksandra Jorgovanovic und keine Morgana Layton ...

 

08.08.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2044 "Suche nach Leben"

 

Das uralte Wesen schlug die Augen auf.
Es stieß ein dumpfes, gutturales Stöhnen aus. Etwas hatte es aus seinem tiefen Schlaf geweckt.
Das Wesen erhob sich, schritt lautlos durch die Höhle zum Ausgang und trat hinaus in die vom Mondlicht erhellte Nacht. Es hob witternd den kahlen Schädel mit der schuppigen Haut. Die Kreatur öffnete Sinne, wie sie kein lebendes, atmendes Geschöpf auf Erden hatte. Magische Sinne, die darauf geeicht waren, Veränderungen in der Wirklichkeit wahrzunehmen.
Und eine solche Veränderung war geschehen!

 

12.09.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2046 "Nocturnas Nachtgespenster"

 

Wissen ist Macht!
Du weißt, dass es so ist, denn du bist was Besonderes!
Wie alle Menschen besitzt du etwas, dessen sich die meisten nicht bewusst sind. Und noch weniger sind in der Lage, diese Gabe zu nutzen. Du bist anders! Du kannst die Kräfte, die dir geschenkt wurden, kanalisieren, sie willentlich steuern. Trotzdem gebrauchst du nur einen Bruchteil deines Potenzials, dass dir mit in die Wiege gelegt wurde.
Als Psychonautin ist es deine Pflicht, das zu ändern ...

 

26.09.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2052 "Verschollen in der Todeszone" (Teil 1 von 3)

 

Als der späte Besucher kurz vor Feierabend in unser Büro schneite, ahnte ich noch nicht, dass dies der Beginn eines Falls war, der mich buchstäblich in die Hölle führen würde.
„Mein Name ist William Thompson“, stellte er sich vor. „Und ich habe einen Anruf meines Vaters erhalten.“
„Und weiter?“, fragte ich.
Thompson wirkte verlegen und auch ein wenig irritiert. „Sir, mein Vater heißt Hank Thompson und war der Wirt des Highland Inn in Peelham. Er flehte mich an, Sie zu informieren. Die Einwohner von Peelham benötigen Ihre Hilfe.“ Dann zögerte er kurz, bevor er fortfuhr: „Beelzebub braucht Ihre Hilfe!“

 

07.11.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2053 "Fahr zur Hölle, Sinclair!" (Teil 2 von 3)

 

In rasender Geschwindigkeit stürzte ich in die Tiefe!
In einen schwarzen, absolut lichtlosen Schlund, angefüllt mit Kälte, Angst und Hoffnungslosigkeit. Die Furcht umklammerte mich mit eiskalter Faust. Dabei war es weniger die Angst vor dem Aufprall, als vielmehr die unbeschreibliche Panik im Angesicht des Bösen schlechthin.
Denn was auch immer mich am Ende meines Sturzes erwartete, es war schlimmer als der Tod ...

 

14.11.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2054 "Finale auf der Nebelinsel" (Teil 3 von 3)

 

Nadine Berger spürte den Schmerz mit jeder Faser ihres Körpers.
Barfuß schritt sie durch das grüne, saftige Gras, dessen Halme sich sanft im warmen Frühlingswind wiegten. Es herrschte Nacht in Avalon.
Die ehemalige Schauspielerin hatte die Präsenz einer vertrauten Person gefühlt, die auf dem Glastonbury Tor stand und Einlass begehrte.
In Nadines Hals bildete sich ein Kloß. Sie musste helfen. Vielleicht ignorierte sie deshalb die Zeichen der Gefahr ...

 

21.11.2017

 

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JOHN SINCLAIR Band 2060 "Im Bann der Schlangensekte"

 

Das bleiche Gesicht unter der hellen Kapuze verzerrte sich vor Hass. Die blutunterlaufenen Augen sprühten förmlich vor Zorn. Dünne Finger, die weißen Spinnenbeinen glichen, umklammerten den Griff des knotigen Stocks derart fest, als wollten sie ihn zerbrechen.
Doch trotz des Hasses, der ihn ihm loderte, hielt er sich zurück, denn dieser Stock war die letzte Verbindung zu dem Land, aus dem er stammte und in das er nicht zurückkehren konnte. Dort war er fortan ein Gejagter.

Er, Fachan, der dunkle Druide aus Aibon ...

 

30.12.2017

 

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© Florian Hilleberg