Schriftsteller
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JOHN SINCLAIR Band 2198 "Carlottas Horrortrip"

 

In den Augen der sechs Kinder stand die nackte Angst!
Shirley Cannon genoss das Gefühl von Macht und Kontrolle, das dieser Ausdruck in ihr auslöste. Ja, sie fürchteten sich vor der Strafe, die sie erwartete. Gerne tat Shirley es nicht, aber es musste sein. Sie hatten es verdient. Und wenn sie jetzt keine Stärke zeigte, würden die Kinder den Respekt vor ihr verlieren. Das durfte nicht passieren. Niemals.
Das Herz klopfte Shirley bis zum Hals. Sie war zornig auf diese undankbare Brut, vor allem auf dieses renitente, zänkische Mädchen, das seine Brüder und Schwestern wiederholt zum Ungehorsam angestiftet hatte.
Aber damit würde jetzt Schluss sein ...

 

25.08.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2197 "Invasion der Knöchernen"

 

Sie kamen über das Meer und fielen über das Land und seine Bewohner her wie die Tiere.
Besonders die kleineren Dörfer und Siedlungen nahe den rauen Küsten Schottlands waren den Überfällen durch die Wikinger schutzlos ausgeliefert.
Die Clanführer und Lehnsherren sahen sich außerstande, den blutrünstigen Nordmännern Einhalt zu gebieten und gleichzeitig ihre Unabhängigkeit gegenüber England zu bewahren. Von der weltlichen und geistlichen Obrigkeit im Stich gelassen, begannen viele Dörfer, den heidnischen Kulten ihrer Vorfahren zu frönen und deren Götzen zu huldigen.
So auch die Bewohner von Cluresey, nahe dem Firth of Tay.
In einer finsteren, sternenlosen Nacht beschworen sie Marbhàs, den Kannibalen.
Und er erhörte sie ...

 

18.08.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2195 "Das Grauen kam auf tausend Beinen"

 

Am Anfang war die Gier!
Keine Gedanken, nur der reine Trieb. Fressen und fortpflanzen, zu mehr war der primitive Verstand nicht in der Lage. Momentan ging es der Kreatur um Ersteres. Zu völliger Bewegungslosigkeit erstarrt, lauerte sie auf ihre Beute. Geduldig wartend, bis diese von selbst in Reichweite kam, um dann erbarmungslos zuzuschlagen.
Gleich. Gleich war es so weit ...

 

04.08.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2193 "Im Sumpf der Leichenfresser"

 

Ein hoher Schrei durchbrach die nächtliche Stille!
Milena Piotrowski erstarrte mitten in der Bewegung. Eine Gänsehaut rieselte ihr über den Rücken. Ängstlich blickte sie sich um. Durch die dicht belaubten Zweige konnte sie die Lichter der Klosterschule nur schemenhaft erkennen. Bodennebel verschlechterte die Sicht zusätzlich. Geisterhaft schwebte er durch das Unterholz und hing im Gestrüpp wie die Netze riesiger Spinnen.
Den Atem anhaltend hielt die Sechzehnjährige nach Bewegungen im Dunst Ausschau. War ihre Flucht entdeckt worden?

 

21.07.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2191 "Rasputin muss sterben"

 

Zar Nikolaus II. war beunruhigt.
General Djedjulin war lange genug Palastkommandant, um das zu erkennen. Und er konnte sich auch denken, weshalb das so war. Es hatte nichts mit den üblichen, anspruchsvollen Aufgaben eines Kaisers zu tun. Es ging weder um innerpolitische Querelen noch um die zunehmend angespannte außenpolitische Situation in Europa.
Die Sorgen, die den Zaren plagten, waren mehr privater Natur. Und sie hatten einen gemeinsamen Nenner.
Und der hieß: Rasputin!

 

07.07.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2190 "Blutige Nächte in Sankt Petersburg" (Teil 1 von 2)

 

Der Blick der tief in den Höhlen liegenden Augen war stechend und grausam. Keiner der zahllosen Menschen, die an den roten Rostrasäulen der Strelka vorbeiflanierten, vermochte ihm standzuhalten. Wer ihn sah, wich unwillkürlich zurück und schlug einen weiten Bogen um ihn.
Die Lippen des hochgewachsenen Mannes verzogen sich geringschätzig. Die Leute ahnten nicht einmal, wer sich mitten unter ihnen befand. Dabei kannte jeder seinen Namen, denn einst war er eng mit der Stadt an der Newa verknüpft gewesen. Bevor er verraten worden war, und Lenin und seine Bolschewiken das Land ins Chaos gestürzt hatten. Nun, Lenin war längst gestorben, er aber hatte den Tod besiegt. Und er war zurückgekehrt, um Russland in eine glorreiche Zukunft zu führen.
Denn er war Rasputin ...

 

30.06.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2186 "Seine Frau, die Hexe"

 

„Es ist eine Tragödie“, murmelte der ältere Mann und wischte sich mit einem Taschentuch die Tränen aus den Augenwinkeln. „Siebenunddreißig Jahre! Das muss man sich mal vorstellen. Siebenunddreißig Jahre lang hat diese Furie ihn gehalten wie einen Gefangenen.“ Clancy Silverman zögerte, dann schüttelte er den Kopf. „Nein, nicht wie einen Gefangenen, eher wie ein exotisches Haustier. Und niemand, wirklich niemand, hat etwas bemerkt. Mein Gott!“
Captain Spencer beugte sich vor und legte die zusammengefalteten Hände auf den Schreibtisch. „Oh doch, Doktor. Sie haben etwas gemerkt. Nur Ihretwegen sind wir Marina Langstrom auf die Schliche gekommen.“
Silverman hob den Kopf und blickte sein Gegenüber traurig an. „Nur leider zu spät“, hauchte er. „Viel zu spät. Sie hat Ernests Leben zerstört. Seine Karriere, seinen guten Ruf, alles. Das kann niemand rückgängig machen. Stellen Sie sich das doch mal vor. Siebenunddreißig Jahre an den Rollstuhl gefesselt. Ich sage Ihnen, Captain, diese Frau hat den Teufel im Leib!“

 

02.06.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2182 "Herzblut"

 

Tief schnitten die Lederriemen in Paul Greys Fleisch. Die Kleidung klebte an seinem schweißnassen Leib. Dumpfer Schmerz pulsierte durch die Stümpfe, wo vor wenigen Minuten noch seine Arme gewesen waren.
Mit angstvoll geweiteten Augen verfolgte Paul die vermummte Frauengestalt, die lautlos an das Fußende des Tisches trat. Das von der Decke fallende Licht wurde von der blutverschmierten Klinge des gewaltigen Haumessers reflektiert. Stumm ergriff die Gestalt sein linkes Fußgelenk und presste es auf die Tischplatte. Paul wollte sich seiner Peinigerin entziehen, mit dem rechten Fuß nach ihr treten, doch es gelang ihm nicht. Die Lederriemen schnürten die Blutversorgung ab, sodass er kein Gefühl mehr in den Beinen hatte.
„B…bitte nicht!“, flehte er.
Die Vermummte schwieg – und schlug zu ...

 

05.05.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2179 "Grausame Vergeltung"

 

Die Miene des älteren Mannes hinter dem Schreibtisch war ernst und ausdruckslos. Nichts deutete darauf hin, dass ihn die Nachricht, die ihm die Abteilungschefin soeben überbracht hatte, erschütterte oder in irgendeiner anderen Form berührte.
Nur die herabgezogenen Mundwinkel verrieten sein Missfallen. Andererseits waren seine Mundwinkel ständig herabgezogen, außer wenn er lächelte. Und der Mann lächelte praktisch nie.
„Ist das sicher?“, fragte er sein Gegenüber und deutete mit dem Kinn auf das Tablet. Auf dem Display war das Dossier zu erkennen, das der Grund für diese außerplanmäßige Sitzung war.
„Absolut!“, lautete die Antwort. „Wir müssen davon ausgehen, dass Mark Baxter zum Feind übergelaufen ist!“

 

14.04.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2176 "Einen Gott zu töten" (Teil 3 von 3)

 

Der Orkan fegte mit vernichtender Wucht über das Land und zerrte an den Ästen und Zweigen des gewaltigen Baumes. Nicht wenige brachen ab, wurden aus der Krone gerissen und wirbelten davon. Der Stamm mit den turmartigen Ausmaßen knarrte unter den wütenden Böen.
Noch hielt er dem Ansturm stand und trotzte den Naturgewalten. Zahllose Geschöpfe suchten den Schutz der Weltenesche, duckten sich hinter den gewaltigen Wurzelsträngen oder verkrochen sich tief in den Zweigen, Rissen und Wülsten.
Sie alle wussten, dass der Orkan eine Botschaft war. Eine Folge des Unaussprechlichen, das fernab ihrer Heimat geschehen war.
Die Ordnung der Dinge war zerstört, die Welt drohte aus den Fugen zu geraten ...

 

24.03.2020

 

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Inklusive Bonusstory "Machiavelli kann mich mal"

JOHN SINCLAIR Band 2175 "Schlachtfeld Alaska" (Teil 2 von 3)

 

Es war ein Gemetzel!
Die zerfetzten Kadaver der Wölfe lagen wie weggeworfene Lumpen im schneebedeckten Unterholz. Die weiße Pracht schmolz unter dem heißen Blut, das in der Dunkelheit schwarz wie Öl schimmerte. Mit letzter Kraft schleppte sich der einst so stolze Leitwolf auf das Dickicht eines Jungwuchses zu. Er blutete aus einer klaffenden Wunde in der Flanke, aus der ein Teil seiner Innereien hing. Das kräftige Tier gab dennoch nicht auf. Selbst dann nicht, als eine riesige, schattenhafte Kreatur auf vier dünnen Beinen die Verfolgung aufnahm.
Das Monster, das wie eine bizarre Mischung aus Werwolf und Gottesanbeterin aussah, knurrte voller Vorfreude, bevor es mit den Fangbeinen ausholte.
Knirschend bohrte sich die Spitze aus Chitin durch die Schädeldecke des Wolfs, der zuckend verendete. Dass das zweite Fangbein ihn in zwei Hälften zerteilte, bekam er schon nicht mehr mit ...

 

27.03.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2174 "Aufmarsch der Bestien" (Teil 1 von 3)

 

Die Häscher kamen näher!
Der Werwolf sah sie nicht, doch er hörte, wie sie sich einen Weg durch den Schnee und das Dickicht bahnten. Sie kamen von allen Seiten.
Gehetzt blickte die Bestie sich um. Sich zu verstecken hatte keinen Sinn, sie würden sie überall aufspüren. Auch ein Kampf kam nicht infrage. Ihre Feinde waren ihr haushoch überlegen, denn es waren selbst Werwölfe. Und sie waren in der Überzahl. In das Knurren der Wölfe mischten sich das Schnauben der Bären und das Dröhnen eines sich rasch nähernden Schneemobils.
Der Werwolf saß in der Falle, doch er würde nicht aufgegeben. Das hätte den Tod bedeutet. Sie würden keine Gnade kennen, denn einen solchen Fang machten sie nicht alle Tage. Schließlich handelte es sich bei diesem Werwolf um keine gewöhnliche Bestie.
Der Wolf hieß Denise Curtis und war Lykaons Tochter!

 

10.03.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2170 "Phorkys hetzt die Tigerfrauen"

 

„Sir, es sind Tiger auf dem Anwesen!“
Der Mann mit dem siebenfach geschlungenen Turban, den er selbst im Haus nur selten ablegte, hob überrascht den Blick. „Erstaunlich!“, murmelte er. „Ich meine, dass sie sich so dicht an die Stadt heranwagen. Es sind mehrere, sagtest du?“
Der Sikh nickte. „Ja, Sir. Zwei stattliche Exemplare.“
„Tiger sind keine Rudeltiere, es sei denn … Was habt ihr mit ihnen gemacht?“
„Wir haben sie betäubt, Sir. Aber deshalb hätte ich Sie kaum gestört.“
„Sondern?“
„Das sollten Sie sich besser persönlich ansehen!“
„Das hatte ich ohnehin vor“, erwiderte Mandra Korab und folgte dem Sikh hinaus ins Freie. Was er dort zu sehen bekam, überraschte selbst ihn.
Im Gras des weitläufigen, parkähnlichen Gartens lagen keine Raubkatzen, sondern zwei Frauen. Aber nicht irgendwelche. Mandra Korab kannte sie.
Es waren Sefaya und ihre Mutter Benasir, die Tigerfrauen von Singapur …

 

11.02.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2169 "Angriff auf die Flammenden Steine"

 

Lange hatte er auf diesen Augenblick gewartet. Den Augenblick der Rache!
Er hatte es geschafft, aller Widrigkeiten und Rückschläge zum Trotz. Zweimal hatte er es bereits versucht, zweimal war er gescheitert. Und mit jeder Niederlage war sein Hass gewachsen! War gewuchert wie ein Geschwür, bis ins Unermessliche.
Aber war nicht unvorsichtig geworden. Im Gegenteil. Lykaon bereitete den entscheidenden Angriff mit bewundernswerter Geduld vor. Sein alter Feind hatte sich gut versteckt. Ein direkter Vorstoß kam nicht infrage. Er musste einen Umweg nehmen. Und der führte über ein magisches Refugium, in dem mächtige Gestalten hausten, die sich im Laufe der Jahre perfekt abgeschottet hatten.
Aber Lykaon hatte sich gut vorbereitet. Jetzt war es so weit. Endlich würden seine Bemühungen Früchte tragen. Der Angriff stand unmittelbar bevor.
Sein Ziel: die Flammenden Steine!

 

04.02.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2167 "Himmelfahrtskommando zur Höllenbrut"

 

Der Fall begann mit einem Telefonanruf.
Das war an und für sich nichts Besonderes. Auch der Anrufer weckte zunächst einmal kein Misstrauen in mir. Obwohl jemand wie Abe Douglas nicht zum Spaß anrief. Erst recht nicht, morgens um neun, schließlich lag New York fünf Stunden zurück. Dort herrschte gewissermaßen noch tiefste Nacht.
Allein dieser Umstand sorgte bei mir für ein leichtes Stechen in der Magengegend.
Die wahre Bombe platzte jedoch erst nach Abes knapper Begrüßung.
„Lass alles und stehen und liegen und nimm den nächsten Flieger nach Portland. Suko muss auch mitkommen. Und bringt alles mit, was ihr an Waffen habt.“

 

21.01.2020

 

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JOHN SINCLAIR Band 2164 "Morganas Rächer"

 

Aleksandra riss die Augen auf. Dunkelheit umgab sie. Nur schwach war das Licht des Mondes zu sehen. Sie wusste sofort, dass sie nicht grundlos aufgewacht war, vermochte jedoch nicht zu sagen, was es gewesen war, das sie geweckt hatte.
Sekundenlang blieb sie unbeweglich liegen und lauschte. War jemand in die Blockhütte eingedrungen, um sie im Schlaf zu überraschen?
Totenstille umgab die Werwolfjägerin, deren Puls sich beschleunigte. Sie vermisste die tiefen, regelmäßigen Atemzüge ihrer Gefährtin Dara. Ihre Hand glitt über das Laken, tastete nach der silbernen Kralle, die auf dem Nachttisch lag.
Gleichzeitig wandte sie den Kopf, blickte dorthin, wo Dara neben ihr im Bett ruhte.
Gelb leuchtende Raubtieraugen starrten sie aus den Schatten heraus an!

 

28.12.2019

 

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© Florian Hilleberg