Schriftsteller
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Band 47 "Wucherungen des Wahnsinns"

 

Es war das Zerrbild eines menschlichen Wesens!
Mühsam bäumte es sich auf und stieß ein grässliches Fauchen aus, das seinen Häschern über das nächtliche Moor entgegenwehte wie das bösartige Zischen einer riesigen Schlange.
Der Hunger biss und nagte in seinen Eingeweiden, sodass es kaum fähig war, einen klaren Gedanken zu fassen. Es hatte zwar erst vor Kurzem gespeist, doch der Kampf gegen die einfältigen Narren am helllichten Tag, hatte es seiner Kraft beraubt ...

 

28.07.2020

 

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Band 17 "Die Knochenkirche"

 

Sedlec, 1511
Libor spürte das Ziehen und Reißen in seinen müden Gelenken. Gerade jetzt im November, wo die Nächte lang, kalt und feucht waren, fühlte er den Schmerz, der ihn nicht zur Ruhe kommen ließ. Er faltete die knotigen Hände zum stillen Gebet.
Langsam hob er den Kopf und blickte auf das große Kreuz, an dem der Leib des Erlösers hing. Seit mittlerweile sieben Nächten plagten ihn die Träume, machten die kurze Zeit, in der er Schlaf fand, zu einem Martyrium. Der Zisterzienser-Mönch war sich absolut sicher, dass nur Gott ihm diese Träume hatte schicken können, und dass der Herr von ihm einen letzten Dienst erwartete ...

 

04.06.2019

 

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© Florian Hilleberg